Die Esslinger Zeitung berichtet

„Besetzer suchen Matratzen und Ohrstöpsel“. Es ist nett, dass die Esslinger Zeitung unsere Materialliste veröffentlicht, denn so erreicht sie viele Menschen, die uns unterstützen können. Unverständnis besteht seitens des Reporters, warum „alte (?!) Zahnbürsten“ gesucht werden. Sind die Besetzer nun ungepflegte Radaumacher oder steckt vielleicht mehr hinter diesem Punkt? Eine Nachfrage hätte dem Abhilfe verschafft, war aber scheinbar nicht gewünscht.
„Speiseplan ist ausbaufähig“. Stimmt! Wir sind immer auf der Suche nach Freiwilligen, die uns mit Leckereien versorgen. Ein Speiseplan mit kulinarischen Höhenflügen steht bislang nicht im Zentrum unserer Protestbewegung.
„Auswirkungen auf den Hochschulbetrieb kaum spürbar“. Was hier in negativem Licht erscheint, ist uns ein wichtiges Anliegen, denn wie soll es zusammengehen, dass wir bessere Studienbedingungen fordern und diese dann selbst verschlechtern? Mit dem besetzten Hörsaal wurde eine Plattform geschaffen, die es jedem Studenten und jeder Studentin ermöglicht, seinen Unmut über derzeitige Studienbedingungen, seien sie nun landespolitischer oder hochschulinterner Natur, zu artikulieren. Den Lehrbetrieb zu behindern ist nicht unsere Absicht! Wir haben dafür gesorgt, dass es einen alternativen Belegungsplan gibt und täglich einen Zeitrahmen, der auch das Lernen im besetzten Hörsaal ermöglicht. Zudem werden gesellschaftskritische, philosophische und andere interessante Vorträge organisiert, um unsere Vorstellung von einer emanzipatorischen, kritischen Bildung zu leben und Denkanstöße zu geben.
Wir empfinden es als bedauerlich, dass die Rahmenorganisation in dem Zeitungsartikel einen größeren Stellenwert eingenommen hat als Inhalte, wie zum Beispiel unser Forderungskatalog. Wir haben uns erhofft, dass die Diskussion, die momentan an vielen Hochschulen, nicht nur in Deutschland, geführt wird, durch neutrale Berichterstattung seitens der Presse in die Öffentlichkeit getragen wird.
Ein Streikende wurde nicht festgelegt. Das ist richtig und auch gut so. Welche Bewegung setzt sich ein Zeitlimit, wenn für bessere Bedingungen gekämpft wird und wir noch nicht wissen, inwiefern die Verantwortlichen auf unsere Forderungen reagieren und diese umsetzen?

Der Artikel kann hier nachgelesen werden:
http://www.ez-online.de/lokal/esslingen/esslingen/Artikel496219.cfm

UPDATE:

Hier noch ein Interview mit Stefanie Maier, der Prorektorin für Internationales und Marketing: http://www.ez-online.de/lokal/esslingen/esslingen/Artikel496224.cfm

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5 Responses to “Die Esslinger Zeitung berichtet”


  1. 1 Sindy 2. Dezember 2009 um 20:43

    Ich wollte heut eigentlich vorbei kommen, bin aber leider sehr müde. Vielleicht morgen ansonsten am Freitag!

  2. 2 Noch-Student 4. Dezember 2009 um 02:11

    So ist das. Mit politischer Verschiebung, Diffamierung, Schlechtdarstellung usw. müsst Ihr nun Eure Erfahrung machen. Das mussten alle „Bewegungen“ bisher. – Allerdings würde ich doch vorschlagen, ein Streikende zu vereinbaren: Ein guter Zeitpunkt, mit dem Streik aufzuhören wäre, sobald die Forderungen (nicht bloß glaubhaft oder durch Versprechungen) tatsächlich umgesetzt worden sind. ;))
    Was ist eigentlich mit dem Rektor? Irgendwelche Infos? Hüllt der sich genauso in verblumte Worte wie der in Stuttgart? Letzterer hat auchnoch ein Problem mit seiner Glaubwürdigkeit durch Geheimhaltungstaktiken zur Umstrukturierung der Uni.

  3. 3 esslingenbrennt 4. Dezember 2009 um 08:57

    Hallo Noch-Student,

    bitte Maile uns Details über deine Aussage hinsichtlich der „Geheimhaltungstaktiken“.

    Danke,
    AK Vernetzung

    • 4 Noch-Student 4. Dezember 2009 um 13:53

      Hallo AK Vernetzung,
      ich muss nicht allen das Fressen vor die Füße legen (sorry für die Ausdrucksweise). Einfach mal in Stuttgart in den tiefen Hörsaal gehen, am besten wenn Plenum ist, und dort nach den Plänen und die Geheimhaltung über die Umstrukturierung der Uni Stgt. fragen.


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